Warum wir Diskriminierung im Netz ertragen sollten

Veröffentlicht: Dienstag, 23.11.2010 in Gedanken, IT

In Wien findet derzeit die Konferenz Moderne Zeiten, neues Netzwerken: Jugend, Hass und Web 2.0 statt. Auf dieser wurde festgestellt, dass Diskriminierung und Hass im Netz so stark vertreten sind wie noch nie zuvor.

Zwischen des Zeilen des Artikels schimmert meiner Meinung nach durch, dass einige am liebsten solche Angebote kategorisch sperren würden.

Sehe ich das genauso? Definitiv nicht. Auch mich widern viele Kommentare und Seiten im Netz an, jedoch halte ich es hier mit dem Voltaire zugeschriebenen, aber tatsächlich von Evelyn Beatrice Hall stammenden Zitat:

Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.

Stattdessen sollten wir unsere Kinder und Jugendliche mit der notwendigen Medien- und Sozialkompetenz ausstatten, dass diese mit solchen Inhalten umzugehen wissen. Hierin liegt doch der wahre Schlüssel aller Debatten über strittige Inhalte: Das Wissen darum, wie man mit solchen Inhalten umgeht und sie zu bewerten hat.

Hier hat man in den USA meiner Meinung nach die vernünftigste Haltung etabliert, wie man schön in der Free Speech-Serie des Blogs USA erklärt nachlesen kann.

Diese Haltung hat den großen Vorteil, dass man Spinner frühzeitig als solche erkennen kann. Ansonsten öffnen wir nämlich Opportunität und Doppelmoral Tür und Tor.

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Kommentare
  1. Tobi sagt:

    Ich bin der gleichen Meinung. Gerade kommen zahlreiche Zuschriften bei Fernsehkritik.TV von Maennern, die sich darueber beschweren, dass manche Beitrage so sexistisch sind. Allerdings hat sich keine Frau darueber beschwert. Irgenwie alles laecherlich.
    Jeder soll seine Meinung unzensiert aussprechen und veroffentlichen duerfen.

  2. @Tobi

    Das ist die Generation Alice Schwarzer, die einem überbordenden Feminismus à la Männerdiskriminierung aufgesessen sind. Die setzen sich auch zum Pinkeln. ;)