Woran erkennt man, dass man schon zu lange im Betrieb ist?

Veröffentlicht: Freitag, 17.12.2010 in Gedanken, Kollegen
  1. Dein neuer Kollege kommt zu dir und fragt dich um deine Meinung bezüglich einer Mail, die er an die für ihn zuständige Sekretöse schreiben will.
  2. Diese Mail stellt einen Brandbrief dar.
  3. Du stimmst inhaltlich voll zu.
  4. Du machst einige Änderungsvorschläge.
  5. Du empfiehlst Formulierungen wie „Wenn dich das überfordert, solltest du deinen Job wechseln!“ zu ändern.
  6. Deine empfohlene Änderung lautet: „Habe ich den Eindruck, dass ich dir zuviel zumute. Wäre es daher nicht besser, wenn du Teile meiner Anforderungen an deine Vertreterin abgibst.“
  7. Du empfiehlst deinem Kollegen ebenfalls, nicht die Vorgesetzte der Sekretösen in CC zu setzen.
  8. Du rätst ihm ebenfalls, den Geschäftsführer aus dem BCC zu entfernen. Jedoch sollte er die kompetente Kollegin der Nixblickerin dort einsetzen, damit diese Bescheid weiß und sich künftig seinen Krempel schnappt.
  9. Du erklärst deinem Kollegen, warum er ansonsten kein schönes Leben mehr hätte.

Und last but not least:

10. Du findest dein Vorgehen inzwischen völlig normal.

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Kommentare
  1. idriel sagt:

    *zustimmend nick* ;-)

  2. Silberaugen sagt:

    Jetzt musste ich doch sehr lachen. Sehr wahr ;)

    Alles Liebe,

    Silberaugen

  3. @idriel

    *anerkennend verbeugt*

    @Silberaugen

    Mir wurde das vor allem richtig bewusst, als besagter Kollege mich mit großen Augen anstarrte.

  4. Silberaugen sagt:

    Die Betriebsblindheit greift da sehr schnell – das habe ich in meinem letzten Job gemerkt. Da reagierte man auf die Aussage: „Konferenz der XY Minister in Raum Z und Treffen des Bundes für verwahrloste Eichhörnchen in der großen Halle“ nur noch mit: „Müssen wir halt mehr Wasser ausschenken.“. *g*

    Alles Liebe,

    Silberaugen
    ~packt Sie mal auf die Lesen-Liste

  5. @Silberaugen

    Wie wahr, wie wahr.

    Und ich fühle mich geehrt. :)