Kein Salat

Veröffentlicht: Montag, 16.01.2012 in Erlebnisse

Vor mir stand Ian McCormack, seines Zeichens Brite aus dem schönen Schottland, frisch aus seinem Taxi vom Flughafen geklettert. Dieser hatte den Auftrag, mir in der kommenden Woche alle technischen Schweinereien des neuen Produkts seines Brötchengebers näherzubringen, damit künftig dessen Vertrieb und Support in D-A-CH über meinen Brötchensponsor abgewickelt werden konnte.

Da es bereits Mittagszeit war und in meinem Magen sich eine bedrohliche Leere breitmachte, fragte ich Ian ganz gastfreundlich und selbstlos, ob wir nicht zuerst zu einem Mittagsmahl einkehren möchten. Ohne zu zögern willigte er in meinen Vorschlag ein und war mir somit gleich sympathisch. Nachdem wir eben sein Gepäck im für uns reservierten Schulungsraum verstaut hatten, gondelten wir zum Stammrestaurant meines Brötchensponsors, das sich ganz in der Nähe befand und für uns auch eine Speisekarte in Englisch vorhielt.

Zu meiner persönlichen Augenfreude begrüßte uns die Tochter des Inhabers und ich bat sie, für meine Begleitung die englische Karte zu bringen. Nach dem obligatorischen Flirt ließen wir uns an meinem Lieblingstisch nieder und ich empfahl Ian sich nicht zu voll zu stopfen, da ich noch ein üppiges Abendprogramm mit ihm im Sinn hatte. Dieses sollte unter anderem darin bestehen, beim besten Steakhouse am Platz ein paar argentinische Rinderherden zu dezimieren, um anschließend in einer Cocktailbar die Firmenkreditkarte zum Glühen zu bringen. Jedoch verschonte ich Ian mit diesen Details.

Ich hatte es mir angewöhnt, mit Geschäftspartnern, die von weither anreisten und auch länger blieben, stets abends etwas zu unternehmen. Dies brachte den enormen Vorteil, dass man am nächsten Morgen nicht der Einzige mit einem Kater größer als das Matterhorn im Raum war und darüber hinaus wurde schon so mancher Zweifel oder manches Problem von einem Eistee nach Long-Island-Art beseitigt. Außerdem, wenn man Spaß und Arbeit verbinden kann, macht man eh nichts verkehrt, außer vielleicht, dass der Häuptling über die Höhe der Spesenabrechnung meckert, was ich bisher jedoch stets mit der Drohung, meine angesammelten Überstunden en bloc abzufeiern, problemlos im Keim ersticken konnte.

Es dauerte auch nicht lange, da wurden unsere bestellten Speisen serviert. Der Schotte bekam Schweinelendchen mit Pommes und ich einen großen Salat mit Hähnchenbrustfilet aufgetischt. Als der Inselbewohner meinen Salat sah, verzog er das Gesicht. Nun muss man wissen, dass meine geschätzten Kollegen sofort nach meinem Befinden gefragt hätten und schon mal sicherheitshalber die Nummer des Notrufs auf ihren Mobiltelefonen vorwählen würden, da es fast nie zu beobachten ist, dass meine Nahrung nicht zum überwiegenden Teil aus Fleisch besteht und alles andere nur als Geschmackskomplementär dienen darf. Doch hier gestehe ich es ganz offen, ab und an mag ich es auch recht fleischlos. Zwar eher selten, aber es kommt vor. Und in Anbetracht der am Abend lachenden Paarhufer in Scheiben, war dies ein vertretbarer Kompromiss.

Was hast du denn? Das ist lecker und es ist Fleisch drin. Keine Angst, ich bin kein Vegetarier.

Mit diesen Worten begegnete ich Ians Blick. Er zuckte mit den Schultern und erklärte mir dann, dass er noch nie verstanden hat, warum die Leute Salat mögen. Seine Freundin würde auch immer wieder versuchen, ihn zum Salatessen zu animieren, aber es wäre ihm zu geschmacklos. Und überhaupt sei Salat nichts, womit sich die britische Küche rühmen könnte.

Verzeih mir bitte meine Direktheit, aber die britische Küche lässt überhaupt wenig übrig, womit sie sich rühmen kann. Euer Essen ist eben auf schnelle und langanhaltende Kalorienaufnahme ausgelegt. Ein Relikt aus der Zeit der Industrialisierung, als deine Vorfahren sich zu Tode geschuftet haben für die Industriebarone.

Ian schaute mich mit großen Augen an und stimmte mir zu, dass an der Sache was dran sein könnte. Meine Frage, ob er bereits mal auf dem Kontinent einen Salat probiert hätte, vielleicht sogar einen italienischen, musste er verneinen. Mir kam eine Idee. Ich klapperte ein paar Zutaten ab, um zu erfahren, ob Ian diese prinzipiell aß, was dieser auch bejahte.

Okay, dann machen wir heute Abend Folgendes, wenn du Lust dazu hast: Wir checken dich bei deinem Hotel ein, du machst dich eben frisch und ich kaufe in der Zwischenzeit ein paar Zutaten ein. Dann fahren wir zu mir und ich kredenze dir meinen Spezialsalat mit einer Vinaigrette, wie du sie kein zweites Mal in deinem Leben probieren wirst. Du musst nämlich wissen, ich bin ein kleiner Hobby Paul Bocuse. Und wenn es dir ehrlich nicht schmeckt, dann lade ich dich ins beste Steakhouse am Platz ein und wir gehen anschließend noch ein paar Cocktails vernichten.

Mein neuer Freund aus Schottland antwortete direkt:

Das klingt lustig. Das machen wir. Aber wir müssen dann noch ein Foto für meine Freundin machen, wie ich den Salat esse. Die glaubt mir das sonst niemals im Leben.

Gesagt, getan. Wir kehrten nach dem Essen in die Firma zurück, ich ließ mich noch ein paar Stunden von Ian in Sachen neues Produkt bespaßen und dann war es auch Zeit, ihn an seinem Hotel abzusetzen und den nächsten Supermarkt zu plündern. Nachdem alle Einkäufe getätigt waren, sammelte ich den abenteuerlustigen Briten an seinem Hotel auf, wo er sich zwischenzeitlich in ein deutlich légèreres Dress begeben hatte und wir fuhren zu mir.

In meiner Wohnung angekommen köpfte ich einen meiner besseren Rotweine und füllte ihn in den Dekanter. An dem Leuchten in den Augen meines Gastes konnte ich erkennen, dass ich mit meiner Wahl nicht falsch lag. Ohne Umschweife legten wir dann gemeinsam in meiner Küche los und zauberten ein Meisterwerk von Salat, in dem so viel Gutes drin steckte. Ian war völlig überrascht, dass man solche Dinge wie Schinken, Käse, Eier und gebratene Putenbrust plus einiges mehr in einem Salat unterbringen konnte. Nicht zuletzt faszinierten ihn die Zutaten meines Salatdressings.

Als schließlich der Salat fertig, der Tisch eingedeckt, die Weingläser gefüllt und alles bereit für die große Verkostung war, schnappte ich meine Kamera und begann einen kleinen Videoclip zu drehen. Nachdem wir uns zuerst mit einem genussvollen Schluck Wein auf die gleich folgende gustatorische Expedition vorbereitet hatten, probierte Ian vorsichtig von seinem Salat. Und siehe da, es schmeckte ihm ausgezeichnet. So kam es, dass eine riesige Schüssel Salat ohne Umschweife in uns beiden ihr finales Ruhelager fand.

Die erste Flasche Wein leerte sich dabei wie von selbst, worauf die zweite folgen musste. Währenddessen luden wir noch schnell den Beweisclip für Ians Freundin bei Youtube hoch und schickten ihr den Link darauf per SMS. Kurz darauf folgte dann auch ihr ungläubiger Rückruf und sie wollte von mir wissen, welche Drogen ich ihrem Freund verabreicht hätte. Nachdem ich ihr versichern konnte, dass hier alles mit rechten Dingen zuging, nahm sie mir das Versprechen ab, ihr das Rezept zu schicken.

Nach dem amüsanten Telefonat saßen wir noch etwas bei mir rum und überlegten, was wir mit dem noch jungen Abend anfangen wollten. Da wir uns gerade sehr angenehm und angeregt unterhielten, bot es sich an, noch eben eine weitere Flasche Wein zu öffnen, da die Zweite bereits erschöpft war. Das Gespräch ging weiter, die Gläser füllten und leerten sich und ich erinnere mich noch dran, dass ich irgendwann etwas Musik anmachte. Danach wird die Erinnerung etwas blass, was vielleicht daran liegen könnte, dass urplötzlich eine vierte leere Flasche in der Küche auftauchte.

Die nächste Erinnerung setzt dann am nächsten morgen gegen 10 Uhr ein, als ich unsanft vom Klingeln meines Diensthandys geweckt werde. Einer meiner Azubis fragte, wo ich bleibe und ob ich wüsste, was mit Ian sei, da er noch nicht in der Firma aufgetaucht sei. Ich bat ihn eine Sekunde zu warten und entdeckte den Gesuchten schlafend auf meiner Couch.

Alles gut, ich hab ihn gerade gefunden. Wurde gestern etwas später, wir sind in einer knappen Stunde da.

Ich schmiss die Kaffeemaschine an, suchte ein paar Schmerztabletten zusammen und weckte den fröhlich vor sich hinschnarchenden Insulaner. Kaffee und Schmerztabletten fanden dankbare Abnehmer und nachdem jeder von uns noch einen kurzen Aufenthalt unter einem Wasserstrahl genossen hatte, fanden wir sogar den Weg in die geheiligten Hallen meines Brötchensponsors.

Bleibt nur bis heute die Frage offen, wer die sechs Flaschen Wein in sich reingekippt hat und vor allem, wie ich das auf meine Spesenabrechnung bekomme!

Kommentare
  1. LadySolana sagt:

    Ich mach mir nun schon die ganze Zeit Gedanken wie wohl das Rezept des Salats geht und ob da wirklich noch etwas rein kommt was man als „Hasenfutter“ bezeichnen kann, dann wärs Perfekt um meinen ITler zum Salat essen zu bekommen.

    Ich befürchte der Wein ist verloren, ausser du hast vielleicht noch so etwas wie ein „Kassenzettel“.
    Vielleicht ist es damit möglich.

  2. @LadySolana

    Bei ernsthaftem Interesse gibt es das Rezept per Mail. Und da ist nicht nur Hasenfutter drin. Wobei ich bei der Vinaigrette keine Mengenangaben machen kann, sondern da immer nach Gefühl operiere.

    Was den Wein anging: In der Tat, den konnte ich nicht auf die Spesenabrechnung setzen. Aber was soll’s, dafür bin ich einfach mit Ian die restlichen Tage ins beste Steakhouse am Platz. :D

  3. „Das Gespräch ging weiter, die Gläser füllten und leerten sich und ich erinnere mich noch dran, dass ich irgendwann etwas Musik anmachte. Danach wird die Erinnerung etwas blass, was vielleicht daran liegen könnte, dass urplötzlich eine vierte leere Flasche in der Küche auftauchte.
    “ *loooooooool* – Aha, daher kommt die Redensart: „Jetzt haben wir den Salat.“

    Geht ja mit dem Schreiben. *freu* über den Artikel.

    VhG

    Andrea

  4. @rosenyland1984

    Ich enttäusche dich nur ungern, aber der Artikel hier war „auf Reserve“ geschrieben.

  5. DenSch sagt:

    Hat Ian nen IMc? :D

    Also Gute Salate hab ich immer gern. Wird zeit das du uns sagst was da drin is… !

  6. @DenSch

    Würde zu seinem iPhone passen. ;)

    Das Rezept gibt es nicht öffentlich, sondern nur per ePost. Das hier ist schließlich kein Rezepte-Blog. :D

  7. Andrea sagt:

    @Maskierter

    Wieso enttäuscht ? – Das bin ich nicht: Wie gesagt, ich freue mich, mal wieder was Neues von dir zu lesen.

    Ja für mich ist das Thema, über das du da schreibst, neu – auch wenn es schon länger bei dir in der Schublade/auf der Festplatte des Computers (wo auch immer) gelegen ist/hat.

    VhG

    Andrea

    P.S. Ich bin auch mehr so die Fleisch“fresserin“ und weniger die Grünzeugesserin

    Vegetarier essen meinem Esses das Essen weg. ;)

  8. Engywuck sagt:

    @Andrea: Heisst das nicht heutzutage „Sekundärvegetarier“? (=isst, was Grünzeug frisst :-))

    Wäre nicht evtl. das Schreiben eines Rezeptes eine Möglichkeit, die Schreibblockade zu überwinden?

  9. @Andrea

    Da muss ich aber mal grinsend und korrigierend eingreifen. „Mal wieder“ was Neues lesen ist gut, die letzten Monate erschien mit der Präzision einer schweizer Atomuhr jeden Montag mindestens ein Beitrag. ;)

    @Engywuck

    Eine Schreibblockade ist so eine Sache. Am Sonntag war ich am Schreiben, jedoch ein anderes „Projekt“, da klingelte es an meiner Tür und schwupps war es das. Wenn man so eine kreative Phase hat, muss man sie nutzen. Manchmal habe ich diese, bin jedoch zu müde/faul/whatever um zu schreiben. Manchmal will ich schreiben, aber aus meinen Finger flutscht nur Buchstabensuppe. Und dann geschieht es wie gestern Abend, wo ich an meinem anderen „Projekt“ weiterschreiben wollte, dass ich einen unfertigen Entwurf hier im Blog von 526 Worten (plus noch ein paar Notizen als Erinnerungsstütze und zwei fertige Sätze, die ich an späterer Stelle einbauen wollte) fertig schreibe und am Schluss über 2100 Worte dazu kamen. Es ist also nicht so, dass man nicht etwas schreiben könnte, sondern man ist oftmals nur gehemmt das zu schreiben, was man will. Und ein Rezept zu schreiben hilft da gar nicht.

  10. LadySolana sagt:

    Deswegen schreib ich erst mal alles in mein Offlineblog, ist bequemer. nur den Schweinehund dann auch zu übertragen und ergänzt werden will noch bekämpft werden….

  11. @LadySolana

    Ich schreibe nicht gerne von Hand, zumal ich da auch viel langsamer als an der Tastatur bin. Ein tiefsitzendes Trauma aus Schule und Studium. Außerdem bin ich nur gesprochen noch schneller als mit meinen flinken Fingern. ;)

  12. LadySolana sagt:

    ^^ ich glaube so gehts allen am PC arbeitenden Menschen, bzw ist Grundvoraussetzung.
    Streite ich auch nicht ab, aber bequemer find ichs mit der Hand, Tastatur macht sich im Bett nicht so gut.
    Und ich mach keine Tippfehler ^^

  13. @LadySolana

    Tippfehler beginnen erst ab 1 Liter Wein. Dennoch ist meine Korrekturquote dann immer noch schneller als beim gewöhnlichen Schreiben von Hand. Von der Lesbarkeit ganz zu schweigen.

  14. LadySolana sagt:

    Und da liegt der Unterschied.
    Deine Korrekturquote ist schneller, meine sinkt mit dem Füller^^

  15. Chris sagt:

    Ich freue mich auch über neue Beiträge – ich bin erst am Wochenende auf dein Blog gestossen und musste mehrfach erklären, warum ich lachend vor dem Rechner saß. Sehr schön. Und wenns nicht zuviel Arbeit macht, hätte ich das Rezept auch gerne, ich habe da einen ähnlichen Kandidaten an der Backe…

  16. @Chris

    Freut mich, dass es dir hier gefällt. Du hast übrigens Post.

  17. Andrea sagt:

    „Engywuck sagt:
    Dienstag, 17.01.2012 um 02:15
    @Andrea: Heisst das nicht heutzutage „Sekundärvegetarier“? (=isst, was Grünzeug frisst :-))

    Wäre nicht evtl. das Schreiben eines Rezeptes eine Möglichkeit, die Schreibblockade zu überwinden?

    Der Maskierte sagt:
    Dienstag, 17.01.2012 um 08:32
    @Andrea

    Da muss ich aber mal grinsend und korrigierend eingreifen. „Mal wieder“ was Neues lesen ist gut, die letzten Monate erschien mit der Präzision einer schweizer Atomuhr jeden Montag mindestens ein Beitrag. ;)

    @Engywuck

    Keine Ahnung, ob es wirklich „Sekundärvegetarier“ heißt ? – Der Ausdruck klingt jedenfalls lustig.

    @Maskierter

    Das weiß ich doch eh – daher auch der Smiley – ;) – am Ende meines Beitrages.

    Ich müsste 100x schreiben: „Ich soll Ironie bzw. witzige Bemerkungen besser kennzeichnen.“ ;) ;) ;)

    Einen schönen ruhigen Abend, vielleicht noch mit ein paar Gläsern vergorenem Traubensaft, wünscht dir herzlichst

    Andrea

  18. Engywuck sagt:

    @maskierter: schade, ich dachte ich könne indirekt doch das Rezept hier ins Blog bringen :-)
    Netter Blog übrigens :-)

  19. @Engywuck

    Wie gesagt, kein Rezepteblog. Meine Rezepte gibt es auf einer bekannten Rezepteseite oder per Mail. ;)

  20. LadySolana sagt:

    Wie oft du wohl nun schon das Salatrezept verschicken musstest????

  21. @LadySolana

    Nicht so oft, wie man meinen könnte. ;)

  22. LadySolana sagt:

    hm, nicht gut.
    Leute lasst euch das Rezept zuschicken.
    Selbst ich hab nun die offizielle Freigabe das es am Wochenende probiert wird ^^

  23. @LadySolana

    Wieso nicht gut?

  24. LadySolana sagt:

    Es wurde gelesen und für „kann man mal probieren“ befunden^^
    Wie gesagt für meinen Gatten zählt Totes Tier, alles andere ist Deko oder maximal zum Magengleichgewicht herstellen geeignet^^
    Ich geb nach dem Wochenende Rückmeldung wie es dann ankam.

  25. LadySolana sagt:

    „nicht gut“
    Ich dachte du müsstest es mind allen Kommentarhinterlassern zumailen.

  26. @LadySolana

    Ich habe nur denen das Rezept geschickt, die explizit nachgefragt haben. Und die Einstellung deines Gatten ist mir höchst sympathisch. Wobei ich in meinem Giftschrank Rezepte und Zutaten für komplett vegane Gerichte beherrberge. Und ja, die koche ich mir auch.

  27. LadySolana sagt:

    Ich glaube du fändest an meinem Gatten noch mehr sympathisch als nur seine Einstellung zum Essen. Vegan gibts bei uns eher selten, zumindest gewürfelter Speck ist meistens irgendwo mit dabei

  28. @LadySolana

    Das ist wie mit dem Rauchen, man muss es aus sich heraus wollen, um es genießen zu können. Also sowohl die eine als auch die andere Richtung.

    Einzig lästig an der Sache ist, dass zum fleischfreien Genuss viel frisches Material benötigt wird und ich nach Feierabend keinen Bock mehr habe, noch in den Einkaufstrouble zu stürzen. Und Outsourcing ist auch nicht, mangels qualifizierter Fachkraft, die solche Einkäufe durchführen könnte. Das Kochen lass ich mir nämlich nur ungern aus der Hand nehmen.

  29. wahlbremer sagt:

    Nach dem Lesen habe ich direkt Hunger bekommen. Esse zwar auch gern Fleisch und vor allem Steaks, aber es darf auch bei mir mal Salat sein. Mit dem richtigen Zeug drin und einem vernünftigen Dressing kann auch Salat lecker schmecken!

  30. @wahlbremer

    Wie wahr, wie wahr.

  31. schang sagt:

    @ der Maskierte: Die Kochfähigkeit an sich ist schon mal eine gute Voraussetzung für eine Herzdameneroberung ;-) :-)

  32. @schang

    Das Problem ist, dass bei meinem Arbeitspensum keine Zeit mehr bleibt, nach sympathischen und vermögenden Damen Ausschau zu halten. Oder ich muss meine Schreibtätigkeiten dramatisch einschränken.

    Wenn die Damen aber mal in meiner Küche waren bzw. die dort hergestellen Erzeugnisse vor sich stehen haben, ist der Sack bereits zu, wie man so schön sagt. ;)

  33. LadySolana sagt:

    @Schang
    Die Herzdame zum Einkaufen schicken, selber kochen und sie macht den Abwasch.

    Umgekehrt könnte mir das gefallen, obwohl ich eher selten bekocht werde

  34. @LadySolana

    „Die Herzdame zum Einkaufen schicken, selber kochen und sie macht den Abwasch.“ Das wäre der perfekte Modus Operandi für mich. :D

  35. Andrea sagt:

    Hihihi – dann gehöre ich nicht zum Kreis der Anwärterinnen auf den Maskierten. ;)

    Ich kann nämlich nicht kochen – jedenfalls nicht besonders gut oder: zählt etwas in der Mikrowelle aufwärme als kochen ?

    Dafür kenn‘ ich viele Männer – junge und ältere – die gut kochen können.

    VhG

    Andrea

  36. @Andrea

    Du kannst nicht einkaufen und den Abwasch machen?

    Und so ist das mit den Mädels: Früher konnten sie noch kochen wie Mutti, dafür saufen sie heute wie Vati.

  37. LadySolana sagt:

    Ich halte es für eine experimentalische Ausnahme das Männer gut kochen.
    Klar heute müssen sie es meist als Alleinversorger lernen, aber der Umkehrschluss ist das Frauen es eben immer weniger können.
    Ich hab auch eine Mikrowelle, meist benutzt sie mein Gatte um die morgendliche Milch fürs Kind aufzuwärmen.
    Ich hab sie ca 5 mal in den letzten 4 Jahren benutzt.
    Ich mag sie einfach nicht.
    Trotzdem kann ich nur „einheimische“ Gerichte, ausländische, wie zB. Semmelknödel und Schweinsbraten, jagen mir Angst ein und klappen auch nicht so wie ich will.

  38. @LadySolana

    In meiner Beobachtung ist es so, dass die Frauen zwar kochen können, richtig gut können es aber häufiger die assoziierten Männer als andersrum. Ich kann jetzt mein Umfeld allerdings auch nicht als repräsentativ für eine allgemeingültige Aussage erklären. Dennoch vermeine ich diese Tendenz auszumachen.

    Was Semmelknödel und Schweinebraten angeht: Semmelknödel sind doch super einfach hergestellt. Habe gerade letztens wieder welche gemacht, als ich Besuch von alten Freunden erhielt, zu meinem Burgunderbraten (vom Rind).

  39. LadySolana sagt:

    Entweder meine Knödel fallen auseinander oder sie sind zu fest, die Mitte hat sich mir noch nicht offenbart.

    Männer kochen zum Genuss, Frauen um zu ernähren. Ich denke da liegt der Unterschied weswegen auch in der Spitzengastronomie Männer dominieren.

  40. @LadySolana

    Das Geheimnis ist, sie am Anfang gut „klebrig“ mit Ei zu machen und am Schluss, wenn es ans Formen geht, mit Paniermehl die gewünschte „Trockenheit“ zu erzielen. Und dann aber ins blubbernde, aber noch nicht kochende Salzwasser.

    Und du hast es treffend formuliert, ich koche primär zum Genuss und mit Leidenschaft und genau deswegen spricht das Ergebnis auch stets für sich. Meine Mutter zum Beispiel, obwohl in der Lage begnadet zu kochen, hat zu guter letzt als ich noch unter ihrem Dach wohnte, auch nur noch völlig leidenschaftslos gekocht – und so schmeckte es auch.

  41. LadySolana sagt:

    Das liegt daran das es für deine Mutter eine Pflicht war.
    So gehts mir heute auch.
    Als ich noch die Wahl hatte und teilweise den gesamten Freundeskreis bekocht habe, wars auch mit Leidenschaft.
    Heute hab ich zwar viele Rezepte und Dinge die ich gut und gerne mache, allerdings hab ich gar nicht die Zeit oft aufwendig zu kochen, das kommt eher am Wochenende.
    Unter der Woche ist immer die Frage, was geht schnell, macht satt und ist trotzdem kein Fast- food.
    Und wenn man dann regelmäßig (am besten täglich) Pfannkuchen gewünscht werden lässt die Freude nach.

  42. @LadySolana

    So ist es. Es war Pflicht. Würde mir vermutlich nicht anders gehen, zumal ich auch so ganz froh bin, wenn ich koche und Mitesser habe, die sich bereiterklären den Abwasch zu erledigen, der nicht in die Spülmaschine wandern kann. Dann macht es richtig Spaß und dann kann ich auch gerne 3-5 Stunden wirbeln. Für mich alleine koche ich auch eher selten so aufwendig.

  43. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Fleisch auch zu den vegetarischen Produkten zählt, da es im Rahmen eines so genannten Getreideveredlungsprozesses entsteht.

    Und das Rezept hätte ich auch gerne, ich liebe gute Salate (auch wenn ich zu gebratenen Scheiben der toten Kuh niemals nein sagen würde…)

  44. Andrea sagt:

    @Maskierter

    Doch : Den Einkauf machen und abwaschen kann ich schon. Bloss nicht kochen.

    Backen seltsamerweise relativ gut z.b. Lebkuchenkekse.

    Hmm.

    VhG

    Andrea

  45. @brombeerfalter

    Ich bin trotzdem kein Vegetarier. Aber die Argumentationskette merke ich mir für den nächsten Blattkauer. ;)

    @Andrea

    Wenn du jetzt noch reich bist… :D

  46. Andrea sagt:

    @Maskierter

    Ich bin Studentin – Studenten haben ja bekanntlich nicht allzu viel Geld. ;)

    Oder ist das lediglich ein Klischee ? ;)

    VhG

    Andrea

  47. @Andrea

    Es gibt solche und solche. ;)

  48. […] Maskierte berichtet in diesem Blogeintrag über einen Salat nach eigenem Rezept, der sogar internationalen Salatverweigerern […]

  49. heilung83 sagt:

    Auch wenn ich gemessen an der Erscheinung des Eintrages eher langsam bin, welche Form der Anbiederung könnten dich dazu verführen mir das Rezept zukommen zu lassen? Abgesehen davon freue ich mich schon darauf neue Einträge lesen zu dürfen.

  50. @heilung83

    Du solltest in dein Postfach schauen.

  51. Meisterkind sagt:

    Da Heilung83 nach so langer Zeit trotzdem noch das mysteriöse Geheimrezept zugeschickt bekommen hat, wage ich es jetzt bei meinem ersten Kommentar hier auch mal und frage, auch nach über zwei Jahren, nach dem Rezept. Man sollte schließlich immer mal wieder etwas neues probieren. :)

  52. @Meisterkind

    Mail ist raus.

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