Wer kennt das nicht?

Veröffentlicht: Donnerstag, 11.10.2012 in Dies, das und jenes, IT

Ich habe gerade den Artikel „Ausnutzberufe: Kannst Du mal schnell?“ gelesen und mich darin wunderbar wiedergefunden.

Speziell wir IT’ler sind ja gerne für jedes Computerwehwechen im Freundes- und insbesondere im erweiterten Bekanntenkreis Lieblingsopfer Nr. 1 nach Feierabend. Und während ich früher, im Laufe des Studiums und auch direkt danach, noch meine Freizeit voller Feuereifer dafür hergab, bin ich inzwischen dazu übergegangen meinen Beruf entweder mit „Depp vom Dienst für alles, was sonst keiner anfassen mag, in so einer neumodischen Klitsche“ zu beschreiben. Wenn dann nach Details gefragt wird, kommt höchstens noch, dass ich große Firmen in den Bereichen berate, die niemand sonst anpacken mag. Meistens reicht das.

Sollte dann doch mal einer auf den Trichter kommen und äußern „Du machst doch aber was mit IT! Du, mein Drucker …“, dann heißt es nur: „Mein Tagessatz liegt bei mindestens 2000 Euro. Heißt 250 Euro die angebrochene Stunde. Weil du es aber bist, gibts den Freundschaftspreis für die Hälfte.“ Merkwürdigerweise hat ab da keiner mehr das Angebot angenommen. Dabei hätte ich nichtmal die Anfahrt berechnet.

Natürlich gibt es Ausnahmen, die sogar im Blog dokumentiert sind. Aber dann bekomme ich immer was zurück, und wenn es nur meine befriedigte Neugier und ein lustiges Telefonat mit anschließendem Blogstoff ist.

Und jetzt meine Frage in die Runde: Wer kennt das nicht? Wo werdet ihr um Rat gefragt und wird es euch irgendwann zuviel und habt ihr Strategien dagegen entwickelt?

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Kommentare
  1. Compuking sagt:

    Das kenne ich nur zu gut…

    Mein Vater arbeitet für eine Firma in der er die IT „Abteilung“ (ok, es ist nur eine Frau, und dann nur eine halbe stelle) echt grausam findet und dann klingelt immer mein Telefon wenn irgendwas nicht geht.
    „Kannst du mal eben auf meinen PC gucken…?“ (Teamviewer kennt er inzwischen).
    Er klickt aber auch auf allen möglichen müll und dann passiert es auch mal, dass ich ein Paket bekomme in dem sein Privates Notebook liegt, was ich reparieren soll.
    Meine Mutter ist ähnlich, sie ruft aber immer an, ob sie dort auf „ja“ klicken darf…

    Da es meine Eltern sind, mache ich das dann auch. Meistens auch gerne.
    Sein lieblingsspruch ist: „vor 25 Jahren habe ich gewusst, dass ich einen Systemadministrator brauche und dann haben wir unseren Sohn gezeugt“…

    Ansonsten mache ich im Bekanntenkreis nur noch was für wirklich wichtige und gute Freunde kostenlos und für alle anderen kostet es eben richtig Geld… das wird dann auch ganz schnell weniger.

    Also es ist eine ähnliche Taktik wie bei dir :)

  2. Gegenfrage stellen: „Wenn Du auf der Straße den Klitsckos begegnest, sagst Du dann auch: ‚Cool, ihr seid Boxer, könnt ihr mir mal schnell eins auf die Fresse geben?'“ – wirkt bei mir erstaunlich oft…

  3. @Compuking

    Bei Familie geht es ja noch, wobei ich da auch schon zwei Leuten gesagt habe, dass ich ihnen nicht mehr helfen werde, weil sie mir nicht zuhören und daher immer wieder dieselben Probleme haben. ;)

    @brombeerfalter

    Den Spruch muss ich mir merken. So als Fallback, wenn der Wink mit dem Tagessatz nicht hilft. ;)

  4. Lars sagt:

    Im Grunde ähnlich wie bei Compuking.

    Ansonsten zählt bei mir der Spruch, eine Hand wäscht die andere. Wo ich schon weiss da kommt nix zurück, gibts ne Visitenkarte eines Bekannten der ne „EDV-Klitsche um die Ecke“ hat. Und bei weitläufigen Bekannten hab ich immer keine Ahnung. „Bin schon zu lange raus“ ist nen ganz wirksamer Spruch.

    Muss bei mir aber dazu sagen. Ich arbeite garnicht mehr im IT-Sektor.

  5. Hannah sagt:

    Obwohl ich mit IT nichts am Hut habe, bin ich inzwischen so eine Art Service-Hotline für meine Oma geworden – meistens sind es nur harmlose Fragen danach, wie man denn nun ein Foto als Anhang versendet. Manchmal aber auch ewig lange Beschreibungen, was gerade auf dem Bildschirm zu sehen ist – inklusive aller unwichtigen Details, das wichtige fehlt…insbesondere dann blöd, weil wir nicht das gleiche Betriebssystem benutzen…

    Blöder als das: Ich studiere Französisch. Wenn ich das jemandem erzähle oder er (sehr selten sie) mich Französisch sprechen hört, kommt oft „Du kannst aber gut Französisch. Krieg ich Nachhilfe? (Doofes Grinsen bitte vorstellen)“ Der hat mittlerweile aber SO einen Bart. Strategie dagegen? „Klar, sofort und hier?“ ;-)

  6. @Lars

    Leider habe ich keinen Bekannten, dessen Visitenkarten ich verteilen könnte – im Gegensatz zum Scheidungsanwalt, da hab ich immer welche auf Hochzeiten mit. 3:D

    @Hannah

    Ja, Familienhilfsgesuche kann man nur schwer ablehnen. Das kostet so manches Nervenblut.

    Und du musst es so sehen: Ich werde so häufig für einen Franzosen gehalten, dabei spreche ich trotz 7 Jahren Schulfranzösisch die Sprache nur leidlich, dass ich bei der Frage der Herkunft Nordostfrankreich antworte. Dabei ist meine Heimat seit 1957 wieder Teil von Deutschland.

  7. Berni sagt:

    Oh ja das kenne ich als Statistiker (nein nicht der mit den Gebäuden und auch nicht der beim Film ;) ) sehr gut. Ob Diplom-, Doktor- oder was auch immer Arbeit, gerne wird gefragt, gerne in der letzten Sekunde und meistens mit dem Zusatz: “ das sollte eigentlich ganz einfach gehen“

  8. @Berni

    Ich dachte, der Typ mit den Gebäuden schimpft sich Statiker. ;) Außerdem traue ich eh keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe. Und beim Zusatz „Das sollte eigentlich…“ erwähne ich den sofort fälligen Risikoaufschlag von 100%.

  9. tina sagt:

    Oja, kenn ich, für sowas hat man Eltern schließlich. „Duhuuu, ich hab das Internet gelöscht…“, jup, da brauch ich dann auch ’nen PickUp. *ggg*

  10. Ex-Admin sagt:

    Geld, Kohle, Kies, Knete, Steine oder wie auch immer man klingende Münze bezeichnen mag. Nichts wirkt so abschreckend! Wenn dich alle DAU`s im Umfeld wieder mal mit ihren Problemen vollquaken – sag: „Das kostet aber was, wenn ich mich in das Problem einarbeiten soll“. Gut, ich mache immer noch Ausnahmen für Leute die mir wirklich wichtig sind. Aber wenn du die Nervensägen los werden willst s.o. Die abgemilderte Form (RTFM) hab ich auch mal ne Zeit lang probiert, aber das bringt auf Dauer auch nichts.

  11. Mario sagt:

    Gleiche Branche, gleiches Phänomen.

    Da ich privat aber seit etlicher Zeit OS X nutze, und in der Firma Linux und Solaris, behaupte ich immer, dass ich mich mit Windows-Derivaten exakt gar nicht auskenne und sicher nur noch mehr kaputt machen würde.

    Wenn das wider Erwarten noch nicht zieht, ziehe ich ebenfalls die Gewerbe-Karte, da ich nebenbei eins betreibe und so natürlich auch gerne Rechnungen stellen kann. Obwohl ich dabei immer einen absolut humanen Stundensatz deutlich unter Deinen genannten Tagessätzen anbiete, reicht das in 99% der Anfragefälle aus, um den „Brandherd“ spontan erkalten zu lassen. ;-)

    Bei enger Verwandtschaft mache ich Ausnahmen, wobei ich dabei aber NIE wartungsintensive Pfusch- und Bastellösungen unterstütze, sondern ausschließlich Dinge tue, die ich auch für den Produktiveinsatz so lösen würde, z.B. nie GDI-Drucker. Das ist dann allerdings auch häufig schon eine unüberwindbare Hürde, weil es manchmal etwas teurer ist…

  12. Lifthrael sagt:

    Als Germanistik-Studentin werde ich gerne mal von allen möglichen Bekannten, die auch studieren, gefragt, ob ich nicht mal eben die Hausarbeit Korrektur lesen kann. Für nicht mal eine Hand voll Leute mache ich das auch gerne. Die wissen aber auch, wann sie mich darum bitten können und dass ich dafür auch ein wenig Zeit brauche.
    Es gibt aber auch die anderen Leute, die der Meinung sind, mit einer Diplomarbeit einen Tag vor Abgabetermin ankommen zu können. Gerne auch, wenn ich selber gerade dabei bin an drei Hausarbeiten gleichzeitig zu schreiben und den Kopf mit weiß Gott anderen Sachen voll habe.
    „Nur mal eben drüber lesen.“ „Nur nach den gröbsten Fehlern gucken.“ „Du willst doch später ins Lektorat.“ Da möchte ich jedes Mal mit der Faust schütteln.

  13. bibuwitsch sagt:

    Ja, ja kommt mir sehr bekannt vor. Also für Leute mit denen ich mich gut verstehe, gibts Hilfe gratis und die Getränke des Abends. ;-) Von diesen Leuten gibt es auch immer Hilfe wenn Sie mir bei was helfen können. Funktioniert bisher super. Dem Rest kann nur durch Bargeld bzw. Naturalien geholfen werden.
    Übrigens: Weiter !!! So lese deinen Blog echt gerne und hab desöfteren dann Dejavu-Erfahrungen.

  14. Mike sagt:

    Hm, zumindest das Familienproblem das hier einige erwähnten habe ich ganz geschickt gelöst: Als mein kleiner Bruder vor einiger Zeit mit mir ein Gespräch über die Zukunft führte, kam sehr schnell heraus das er wenig Interesse an dem ganzen theoretischen Krams aus meinem Studium hat. Daraufhin schlug ich ihm den Fachinformatiker Systemintegration vor…natürlich völlig uneigennützig. ;-)
    Im Studium sieht das aber leider ganz anders aus, denn während ich Informatik studiere, studiert meine Freundin leider Lehramt…und bislang konnte ich sie noch nicht dahingehend erziehen das sie den Umstand meines Informatikstudiums nicht sofort ins Gespräch bringt wenn jemand ein Computerproblem erwähnt. Hauptsächlich versuche ich mich damit herauszureden das ich Informatik studiere, nicht „Computerreparatur“ und das es weder eine Vorlesung „Einführung in Windows-Problemlösung“ noch ein Seminar „101 Word-Probleme und ihre Lösungen“ gibt. Leider ist die Wirkung da äußerst eingeschränkt, weil die meisten Leute absolut keine Vorstellung von den Inhalten des Informatikstudiums haben.

  15. Mario sagt:

    @Mike: Einfach Begrifflichkeiten wie „LR(0)-Grammatiken“, „Unentscheidbarkeit des Post’schen Korrespondenzproblems“, „Chomsky-Hierarchie“, „NP-vollständige Probleme“ usw. in die Konversation einstreuen. Das schreckt selbst hartnäckige Ignoranten ab. ;-)

  16. Wolfy sagt:

    Ohja! Meine Mama! ò.ó
    Als ich meine Ausbildung bei einem recht bekannten und erfolgreichen Allergologen machte, kam sie mind, einmal die Woche mit irgendwelchen allergischen Symptomen an. Das reichte vom Heuschnupfen über Ausschlag zu Durchfall. Alles war Allergie!
    Und jetzt arbeite ich beim Orthopäden und was ist? „Wööölfchääään? Schau mal, immer wenn ich so und dann so mache, dann tut es da weh! Was ist daaaaaaaaaaaas?“

    Dazu kommt, dass meine Oma stiefväterlicher Seits jedes Quartal anruft, mir ihre Überweisungen diktiert und mich fragt, was das für Diagnosen da drauf sind. Und wehe ich sage „ich habe keine Ahnung was Fibrodysplasia ossificans progressiva ist!“ – dann wird erst mal eine halbe Stunde darüber lamentiert, wofür ich denn Arzthelferin geworden bin. Was ich nicht mal bin, weil der Beruf seit einigen Jahren nicht mehr ausgebildet wird (heißt jetzt anders und hat weniger Schwerpunkt in Medizin und mehr in der Orga) – aber da hört mir ja keiner zu.
    Außerdem darf ich regelmäßig ihre Tabletten begutachten („Was ist das? Wofür sind die gut? Und schau, die hatte ich noch nie!“ – „Oma das ist Marcumar. Das verhindert, dass du einen Herzinfarkt bekommst! Und das da ist Tilidin! Das ist das selbe wie Valoron, heißt nur anders. Und Valoron hattest du doch vorher!“).
    Letztens fragte sie mich, ob ich ihr nicht Blut abnehmen könne, damit sie nicht so oft zum Arzt muss. ._.

    Gut das ich wenig Freunde habe… die meisten Mediziner leiden ja vor allem unter Leuten, die sich plötzlich entkleiden und „Kuck maaaaaaaaaaaaaaaaa – was ist daaaaaaaaaaas?“ schreien, während sie auf einen winzig-kleinen Leberfleck zeigen. Oder einem unbehandelten, diabetischen Fuß. Bäh!

  17. Wolfy sagt:

    Wobei ich dazu erwähnen sollte:
    Ich kann es meiner Mama allerdings auch nicht abgewöhnen, mich wegen irgendwelcher Computerprobleme zu nerven. Und mit „Ich habe keine Ahnung, ließ die Bedienungsanleitung oder ruf die Hotline an!“ gibt sie sich auch nicht zufrieden.
    ….
    Und ich habe WIRKLICH keine Ahnung davon! >-<

  18. Offizieller Tresenschmuck der Fu-Bar sagt:

    Berni, ich habe mal gehört, dass unter Statikern Statisten mit einer höheren statistischen Wahrscheinlichkeit anzutreffen sind, als Statiker unter Statisten. Meinst du, das haut hin?

    On Topic: Genau wie Mario.
    „Ich kenn mich nur mit UNIX aus und nutze nix anderes.“
    „Kannst du dir das nicht trotzdem mal anschauen? Da soll etwas mit dem Gerätetreiber nicht in Ordnung sein.“
    „Gerätetreiber? Ist das so was wie ein Daemon oder eher ein Kernelmodul?“

    Uuuuund: Ruhe. :D

  19. regriB sagt:

    Wenn man den Beruf der Leute kennt, kann man nach kostenlosen Dienstleistungen fragen. Bei Lehrern würde sich zum Beispiele Nachhilfe im jeweiligen Fach anbieten, KfZler sind eh einfach – aber die will sich irgendwie jeder warmhalten, genau wie Anwälte und Ärzte. ;)

    Auch wenn ich ITler bin und eben auch schonmal kurz im Support gearbeitet habe, muss ich sagen, dass ich weitgehend von solchen Anfragen verschont bleibe. Es gibt natürlich ein paar „Pappenheimer“, die immer mal wieder kommen. Aber meist mit leichten Dingen, die schnell erledigt sind. Ich habe mir auch angewöhnt, die Leute (meine Eltern eingeschlossen) zu erziehen: Support kostet Geld – aber was kostet es, wenn die IT steht? Ausreichende Wartungsverträge müssen nicht teuer sein. Ich berate immer gerne, wenn es um generelles geht. Praktische Problemlösungen nur im Ausnahmefall. Und das predige ich unermüdlich. Vermutlich geht das den Leuten so auf den Sack, dass sie lieber jemand anderes fragen. ;)

    Aber in die andere Richtung frage ich eben auch nach, wenn ich einen Spezialisten habe – mache aber auch klar, dass ich ein Nein in der Freizeit durchaus akzeptiere. Geben und Nehmen sollte sich eben die Waage halten, von einem Freund erwarte ich auch eher, dass er mir einen guten Rat gibt, als dass zum Beispiel der Heizungsbauer meine Heizung gratis tauscht.

  20. DBPB sagt:

    Häufigste Fragen: – Du ich bin zu schnell gefahren, wie viel kostet das/kannst du da was machen? | Du der Nachbar macht das und das, kannst du da nicht mal ein Schreiben aufsetzen, ich will nicht zum Anwalt? | Du ist das nach dem und dem Gesetz eigentlich erlaubt, kannst du da mal nachschauen?

    Was bin ich?

    Studierter Polizeibeamter… -.-

  21. Blublubla sagt:

    „Du studierst doch Elektrotechnik…“ Muss ich weiter schreiben?

  22. Sheepy sagt:

    Selbstverständlich kenne ich das :D
    Ich helfe aber in meiner Familie nur noch meinen engsten angehörigen. Kurz gesagt meiner Oma, meiner Mum, meiner Schwester und meinem Cousin. Mein Cousin kommt alle 3 Jahre mal an das ist o.k. und irgendwie habe ich es geschafft meine Mum und meine Schwester dahin zu erziehen das sie ihre Computer nicht mehr kaputt machen, das ist eine mega Erleichterung.

    Meine Schwester ruft auch bei Unklarheiten an, das ist aber auch gut so. Lieber vorher ein kurzes Telefonat anstatt danach alles wieder heile machen zu dürfen.
    Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe meine Schwester über Facebook aufgeklärt und sie verzichtet ebenso wie ich freiwillig darauf.

    Ansonsten gilt der Grundsatz bei mir wenn ich vorher net gefragt werde räume ich den scheiß auch net auf.

    Bei Freunden bin ich eigentlich auch raus da 95% meiner Freunde selber in der IT Branche tätig sind. Wenn da mal was kommt ist es meistens spannend und da helfe ich dann auch gern.

    Ansonsten ist da noch mein ehemaliger vorgesetzter ausm Zivildienst und seine Familie. Zu diesen habe ich ein sehr gutes freundschaftliches Verhältnis und dort helfe ich auch immer gerne, denn ne Kiste Bier ist immer drin, es sind nie wilde Sachen und wenn ich was am Auto habe (2x KFZ Meister in der Familie) wo ich selber net weiter komme, dann bekomme ich sofort Hilfe.
    Wollte das eine mal nur fragen was ich beim ausbauen des Airbags (ja ich weiß, darf ich ohne Airbag schein gar net) beachten muss, ne halbe stunde später war ich bei ihm, wir haben zusammen den Tempomaten bei mir eingebaut und ich habe nebenbei 2 Notebooks durchinstalliert.

    Also solange eine Hand die andere wäscht ist alles o.k. ansonsten komme ich auch mit der „Och, ich weiß net. Programmiere nur noch und kümmer mich net mehr um sowas, bin da raus“ methode ^^

  23. breakpoint sagt:

    @Maskierter.
    Damit habe ich eigentlich keine Probleme.
    Das liegt aber wohl zum einen daran, dass in meiner näheren Umgebung kaum gute Freunde wohnen (von diesem Effekt wirst du villeicht auch profitieren, wenn du erst nach Neu-Maskenstadt umgezogen bist).
    Außerdem arbeiten viele meiner Bekannten ohnehin im IT-Bereich und kommen i.A. selbst klar.

    @Berni
    Obwohl ich Statistiken mag (aufgrund einer fatalen Schwäche für Zahlen), ist mir nicht klar, wie du als Statistiker dem Normalbürger helfen kannst (außer vielleicht Stochastik-Nachhilfe).

  24. Ich sehe, das Thema trifft einen Nerv. Irgendwo sind wir alle gefragte Leute, egal was wir tun. Aber die Häufung der IT’ler sticht wirklich hervor.

  25. Jan S sagt:

    Ah ja, das ewige Thema. Rekordhalter, ungeschlagen auf Platz 1 liegt da eine Bekannte meiner Mutter. Meine Frau Mutter war in der Reha und hat da natürlich auch Freundschaften geschlossen.
    Ich selbst wohne 250 km vom elterlichen Stammsitz entfernt. Also war Teamviewer und dergleichen ein bekanntes Thema.
    Nun trug es sich zu, dass mein Telefon, mit einer mir nicht bekannten Nummer, klingelte. Ich meldete mich höflich und erfuhr, dass ich es mit „sowieso“ zu tun hätte. Meine Mutter hätte ihr meine Nummer gegeben. Sie hätte da ein Problem mit dem Computer. Ob ich da nicht mal draufgucken könnte.
    Ich habe wortlos aufgelegt und meine Mutter angerufen. Ja, das sei ihre Freundin „sowieso“ aus der Reha. Die habe da ein Problem mit ihrem Computer. Wenn es geht soll ich ihr doch mal bitte helfen. Und naja, was Mutter sagt, wird gemacht. HMPF.

    Im Freundeskreis helfe ich so aus. Im nahen Bekanntenkreis wird von vornerein gesagt, dass ich ein Whiskey Liebhaber bin. Wenn der Groschen nicht fällt werd ich deutlicher. Im entfernten Bekanntenkreis als „ja, hi…. aber wer bist du?“, rechne ich denen gleich die zu erwarteten Kosten vor.

    Und da kann man auch ein schönes Phänomen beobachten. Auf einmal hat man ja noch jemanden im Bekanntenkreis der sich eh viel besser damit auskennt. Wenn diese Aussage aufkommt schau ich schon in den Terminkalender, wann ich Zeit habe für die Reparatur :).

  26. @Jan S

    So eine ähnliche Nummer hat meine Mutter auch mal mitten im Studium, genau in der heißen Klausurenphase gebracht. Inkl. Terminvereinbarung am Vorabend vor DER Klausur schlechthin. Als ich zum Mittagessen-Abgreifen einkehrte, wurde mir das fröhlich mitgeilt: „Maski, du gehst übrigens am So-und-sovielten um 18 Uhr zur Frau Kennichnicht und machst der den Computer heile!“ Da hab ich dann meiner Frau Mama ordentlich die Schuhe aufgepumpt und seither hatte sich das erledigt.

  27. Hannah sagt:

    Angeregt durch deinen Artikel habe ich mich mit einem Bekannten über das Thema unterhalten – er war bis vor nicht allzu langer Zeit Fluggerätmechaniker (geschult für Phantom-Jets) und hat wohl eher selten das Problem…

  28. idriel sagt:

    Meine Mutter hat sich bisher (und toi toi toi, wird sich wohl auch weiterhin nicht) mit Computern befassen – gut so, denn sonst wäre ich sicherlich diejenige die immer angerufen wird. Ihr Lebensgefährte wird in dieser Hinsicht zum Glück von meinem kleinen Bruder beraten. Ob er es tatsächlich besser weiss als ich kann ich nicht beurteilen, aber Hauptsache ich kann mich heraushalten!

    Viele meiner Freunde sind entweder selber in der IT, oder haben zumindest genug Durchblick um tatsächlich zu begreiffen, dass ich mich nicht mit PC-Service befasse sondern andere IT-Themen bearbeite.

    Ansonsten, wenns nur um Anwenderfragen geht – bei GUTEN Freunden helfen ich da gern. Bei schlimmeren Risiken sage ich lieber gleich dass ich keine Ahnung habe und bin raus.

  29. Berni sagt:

    @ Offizieller Tresenschmuck der Fu-Ba da müsst eich mal eine Statik drüber machen

  30. Panama Jack sagt:

    IT-Support ür Eltern und Schwester ja, für den Schwager nein, denn der offenbart immer gefähliches Halbwissen. Konsequenterweise hab ich ihm auch auf Schwesterchens neuem Notebook keine Admin-Rechte eingeräumt :-p

    Die bekanntschaft kennt sich zum Glück meist selbst gut genug aus, wir diskutieren dann höchstens mal Probleme „auf Augenhöhe“, was vollkommen OK ist. Kann ja nicht jeder alles wissen.

    Und zum Thema: Kennt ihr eigentlich „Jan und der Wasserhahn“? Ich will hier kein mp3 verlinken, einfach googlen.

  31. mm. sagt:

    Ich spiele Computer- und Technik-Support für meine Eltern; meist per telefonischer Fernwartung (sie lassen sich ganz gut „fernsteuern“). Am Computer ist es häufig Kleinkram, bei dem ich aus dem Kopf weiß, was zu tun ist; bei der sonstigen Technik bin ich froh über Bedienungsanleitungen, die per Netz abrufbar sind.

  32. Panama Jack sagt:

    Ne ne ne, mit „telefonisch“ bin ich durch. Sich die Einträge irgendwelcher Einstellfenster am Telefon vorlesen lassen und dann raten, wo die Herrschaften gerade wieder hingeklickt haben. Wenn man das selbe Betriebssystem hat, geht’s ja noch, aber ich kann doch auch nicht alle Fenster auswendig.

    Die haben jetzt alle ne Teamviewer-Verknüpfung auf dem Desktop und gut ist.

  33. Engywuck sagt:

    eigentlich dürfte hier niemand antworten (abgesehen vom oben erwähnten Flugzeugtechniker :-)), denn die Frage war ja: „Und jetzt meine Frage in die Runde: Wer kennt das nicht? “

    Aber ja, ich kenne das auch. Hab’s aber am Ende des Studiums deutlich abgebaut und seitdem nicht wieder aufgebaut „oh, sorry, wichtige Klausur, nächste vier Wochen keine Zeit zu dir zu fahren, aber wenn du alles abbaust und mir bringst kannst dir das evtl. in ner Woche oder zwei wieder abholen“. Abgesehen von sehr guten Bekannten und der engsten Verwandschaft (wobei das mein Herr Vater abfängt – der wohnt näher :-)) Die Leute in der neuen Firma die sowas anfangen wollten hab‘ ich dann immer gleich an die Computerhäuser im Ort verwiesen „die kennen sich da besser aus“. Klar doch, ich repariere auch noch die Rechner von 300 Kollegen mit…

    Und dann gibts noch die Hardwarekäufer, gerne auch in der Firma „ich will mir einen neuen Rechner kaufen, welchen soll ich nehmen“. Natürlich hab‘ ich alle Hardware die grad im *Consumer*bereich verkauft wird im Kopf….

    Das schlimmste sind natürlich die Leute, die „kannst du mal eben gschwind [hochdeutsch: schnell] draufschauen“ wollen. Die machen das aber meist nur einmal *g*
    Ausnahmen für die „mal schnell“-Fraktion gibts natürlich: neulich die Kantinenchefin (gab was sauleckeres dafür) und die nette Kollegin, der ich nur den Adapter in die Hand drücken musste und die dann am nächsten Tag dafür nen Kuchen vorbeibrachte. Aber die beiden auch nur, weil mich das Problem an sich interessierte :-)

  34. morphium sagt:

    Oh ja, das Thema. Ich bin inzwischen so weit, dass ich die meisten Leute vorbei kommen lasse statt hin zu fahren, aber bei meinen GroßEltern ist das schwer, da sie im gleichen Haus Wohnen…

    Mein Schwager z.B. ist Justizsekretär (ugs.: Gefängniswärter) – ich hoffe, dass ich nie einen beruflichen Gefallen von ihm brauche ;)

    Aber solange die Leute vorbei kommen (gute Freunde oder enge Familie) habe ich eigentlich kein Problem mit unentgeltlicher Hilfe.

  35. Philipp sagt:

    Hallo,

    Ja, das kenne Ich nur zu gut. Das ist wie die eine Tante die mich nur anruft wenn die Katze zum Tierarzt muss oder die andere Tante die sich auch nur meldet wenn sie Anschläge hat.

    Früher war Ich da auch so dass Ich gesagt habe ja, klar Ich komme und das ohne nachzudenken. Doch mittlerweile habe Ich begonnen alle diese Kontakte nach und nach abzuschneiden. Ich habe gelernt dass wenn man den Leuten auch einmal ins Gesicht sagt „Hey mann, eigentlich bin Ich dir doch scheißegal, du meldest dich nur wenn Ich was für dich tun kann“ das doch sehr zum nachdenken anregen kann.

    Und die Leute die richtig nachgedacht haben erkennt du daran dass sie sich wieder bei dir melden und das nicht nur wenn sie ein Problem haben das du lösen sollst.

    Irgendwann muss man einsehen dass es nichts bringt sich von diesen Leuten herumkommandieren zu lassen. Schmeiß sie weg wie eine alte Coladose. Sowas braucht keiner.

    Grüße

    Philipp

  36. bertil sagt:

    Ich habe mein Meteorologiestudium quasi am Montag angefangen – aber seit ich mich dafür entschieden habe, fragt mich jeder, wie das Wetter morgen wird. Das wird sich auch nicht mehr ändern, eine Strategie fehlt mir aber noch.

  37. sokobanane sagt:

    Ich habe zwei Nachbarn, alles sehr liebe und nette Leute. Verheiratet, im besten Alter und Opfer der Werbeindustrie. Alle haben jetzt Digitalkameras und Lapdings, dat brauch ich auch. DSL Vertrag und ab die Post. Das Ganze natürlich ohne nur ein einziges Mal in die Materie geblickt zu haben. Es geht ja wie von selbst haben „die“ gesagt. Logische Folge – Dauerunfälle der aller banalsten Art und die Standartantwort auf die Frage „Was haste gemacht?“ – richtig „Nichts“. Ich frag dann immer: „Und davor?“. Eine Strategie hab ich noch nicht entwickelt, wie gesagt es sind nette, hilfsbereite Leute. Die immer wieder gleichen Banalwehwehchen an ihren Rechnern nerven gewaltig und ich bin froh, dass sie nicht wissen, was ich meine, wenn ich ein „DAU“ durch die Zähne presse.

    Liebe Grüße

  38. Andrea sagt:

    Armer Maskierter. – Doch du schaffst es ja, dass dich die DAUs nicht mehr nerven.

    Toi, .toi, toi in deinem neuen Beruf.

    VhG

    Andrea

  39. Andrea sagt:

    P.S. Das mit dem um „Rat gefragt werden“ kenne ich auch. Allerdings weniger privat, sondern vielmehr öffentlich.

    Wenn ich in Salzburg unterwegs bin, reden mich oftmals Touristengruppen an – zumeist auf Englisch – um den Weg zu Mozarts Geburtshaus/Mozarts Wohnhaus etc. zu finden. – Gut, das weiß ich gerade noch. Und versuche, es freundlich zu erklären.

    Doch bei anderen Plätzen, Straßen etc. wird es schwieriger. Wenn ich es tatsächlich nicht weiß, wo sich der betreffende Platz, die gesuchte Straße etc. befindet , lautet meine Standard-Antwort: „Tut mir leid. Bin nicht von da.“ (was auch teilweise zutrifft).

    Merke: Eine Tasche auf der Schulter und eine Kamera um den Hals gehängt, machen noch lange keine Touristin aus. (;) ).