Klinkenputzer der IT

Veröffentlicht: Donnerstag, 28.02.2013 in Erlebnisse

Im Moment ist es mal wieder sehr nervig. Viele große Unternehmen in meiner Spezialisierung erweitern gerade ihre Bemühungen im Raum D-A-CH. Aus diesem Grunde flattern über unzählige Kanäle ständig irgendwelche Nachrichten von Headhuntern – oder, wie ich sie nenne, die Klinkenputzer der IT – bei mir ein.

Normalerweise könnte man das einfach prima ignorieren. Doch die Sache hat einen Haken, ich bin neugierig. Also wird zumindest bei jedem Angebot eine E-Mail geschrieben oder sogar mal eine Runde telefoniert. Und dafür geht gerade massiv Freizeit drauf.

Warum ich das mache, abseits der Neugierde? Will ich vielleicht gar den Häuptling austauschen? Weit gefehlt; auch wenn mir regelmäßig obszöne Summen angeboten werden, die ein deutliches, 5-stelliges Monatsgehalt darstellen, was doch ein wenig mehr als mein jetziges Auskommen Einkommen ist. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeitsstelle, weiß die persönlichen Freiheiten, die ich hier genieße, sehr zu schätzen und kann ja auch aktiv an der Unternehmensgestaltung teilnehmen. Aber man muss eben stets in Erinnerung bleiben, falls die Dinge mal nicht so laufen, wie man sich das vorstellt und dann schnell zu neuen Ufern aufbrechen muss, wie es ja bei mir vor gar nicht allzu langer Zeit zwangsweise der Fall war.

Außerdem ist es immer wieder schön, wenn Der Häuptling seine 5 Minuten hat, mal trocken fallen zu lassen, wie viel gerade der Mitbewerb einem geboten hat. Das erleichtert auch die alljährlich anstehenden Gehaltsverhandlungen enorm.

Kommentare
  1. breakpoint sagt:

    Tja, halte dir immer vor Augen, dass die „Klinkenputzer“ dir diese „obszönen“ Angebote machen, weil sie gut für sie selbst sind.
    Nicht unbedingt für dich. Gerade wenn das versprochene Gehalt so verführerisch hoch ist, ist normalerweise mindestens ein Haken dabei.

  2. @breakpoint

    Ich bin schon lange genug dabei, um die Haken zu kennen: vornehmlich das Provisionsschema (auf denen die großen Zahlen beruhen) und die enormen Reisezeiten. Es hat ja schon ein Grund, warum ich auf eine gute Stange Geld verzichte und lieber beim Häuptling im Wigwam sitze.

    Aber bei dem einen Angebot war tatsächlich schon das Grundgehalt so hoch, da wäre es aber auch ganz Europa & naher Osten gewesen, wo ich mich ständig hätte herumtreiben müssen.

  3. breakpoint sagt:

    @Maskierter

    Geld ist eben nicht alles. :)

  4. @breakpoint

    Aber ohne Geld ist alles nichts.

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