Fast wie Weihnachten…

Veröffentlicht: Montag, 26.05.2014 in Erlebnisse

…ist es, wenn man nach über einem Jahr konstanten Nachfragen beim ausländischen Hersteller einer Software, eine PDF erhält, in der all die gewünschten Informationen übersichtlich enthalten sind.

Ja, der olle Maskenträger lebt noch

Veröffentlicht: Samstag, 10.05.2014 in Dies, das und jenes

Liebe Leser,

ich weiß, ich mache mich extrem rar in letzter Zeit. Hintergrund ist, dass mein Leben sich im vergangenen Jahr wieder massiv gewandelt hat. Meine Überstunden halten sich inzwischen zwar in Grenzen, aber im Grunde bin ich froh, wenn ich vor dem frühen (!) zu Bett gehen noch ein oder zwei Folgen einer guten Serie geschaut bekomme. Eine Änderung dieses Zustands ist die nächsten Monate auch nicht in Sicht.

Trotzdem werde ich sporadisch noch bloggen, aber mit einer schönen Regelmäßigkeit ist es definitiv erstmal vorbei, auch wenn da noch ein Haufen Entwürfe auf ihre Finalisierung warten.

Bis dahin
Euer Maskierter

Korrekte Antwort

Veröffentlicht: Donnerstag, 27.02.2014 in Kunden

Vor langer Zeit, als meine Maske quasi noch knitterfrei und unbenutzt jeden Morgen in das geheiligte Wigwam des Häuptlings einkehrte und ich beinahe erfuhrchtsvoll erstarrte, rief ein Kunde nach meiner Kompetenz. In einem großen Rechenzentrum eines Dienstleister sollte eine neue Internet-Inhaltefilterung installiert werden, damit die Mitarbeiter der Kunden des Dienstleisters weniger Zeit mit Youtube und Konsorten und mehr Zeit mit arbeitsrelevanten Themen verbrachten.

So fuhr ich beschwingten Reifens auf den Parkplatz und fand mich wenige Minuten später in einem Tempel des absoluten Nerdtums wieder. Meine Erinnerung verweigert die genaue Rekonstruktion der Räumlichkeiten, weil hier wirklich jedes noch so winzige Klischee erfüllt war. Meine Ansprechpartner waren ebenfalls die Prototypen eines Nerds und so verwundert es niemanden, dass ich mich auf Anhieb wohl und geborgen fühlte.

Sehr schnell kamen wir dann auch zur Sache. Die von mir mitgebrachten Appliances waren im Nu eingebaut und dann ging es drum, die ersten, neuen Basisregeln zu erzeugen. Während ein Kaffee, der einen Toten wieder zum Leben erweckt hätte – und mir wohliges Kammernflimmern bescherte, meinen Kreislauf kitzelte und eine Flasche Club Mate mir ebenfalls gereicht wurde, erklärte ich die Vorzüge der neuen Gerätschaft:

Mit dem Internet Cleaner 2000 könnt Ihr jetzt auch gezielt Flash blocken und damit z.B. Youporn den Saft abdrehen. Youporn basiert doch auf Flash?

Der von mir Angesprochene, der auch zeitgleich der Obernerd Abteilungsleiter war, hielt einen kurzen Moment inne, bevor er mir antwortete:

Die korrekte Antwort sollte jetzt wohl lauten: Ich weiß es nicht!

In diesem Moment brach ich lachend zusammen.

Heiliger GAU-Abend

Veröffentlicht: Dienstag, 24.12.2013 in Kollegen, Kunden

Ich hasse Weihnachten. War Weihnachten in meiner Kindheit die zweite schöne Zeit im Jahr, in der es hieß, groß Geschenke abzugreifen, ist es inzwischen nur noch ein weiteres Kommerzfest mit einer Menge geheuchelter Liebe da draußen. Wenn ich nur an die Leute denke, die zu Weihnachten fleißig spenden, um ihr Gewissen zu beruhigen; aber ich schweife ab.

Eines hat mir an Weihnachten, ganz unabhängig von den Geschenken, aber immer gefallen: Das gute Essen! Zum heiligen Abend wurde immer ein Braten aufgefahren, der gefühlt zwei Wochen Zubereitungszeit benötigt hatte, dafür aber noch Monate danach ein seliges Grinsen ins Gesicht und ein lautes Grummeln im Magen bescherte.

Diese Tradition führe ich seither fort. Während landauf und landab Weihnachten die Zeit des Konsumterrorismus ist, wird bei mir die Zeit des großen Fressens zelebriert. Ja, richtig, Fressen. Denn mit Essen hat die Vernichtung von Nahrungsmitteln in dieser Größenordnung nichts mehr zu tun.

So geschah es, dass pünktlich am 24. um ca. 18 Uhr vor meiner unmaskierten Nase der größte und leckerste gefüllte Gänsebraten seit Einrichtung der Gänsemast stand. Dieser würde mir die kommenden Tage ein seliges Fresskoma und 5 weitere Kilo zwischen Gürtelgrenze und Brustwarzen bescheren. Dazu ein Berg selbstgemachter Semmelknödel und zwei Schubkarren voller Rotkohl mit Speck. Wer meine kulinarischen Präferenzen durch den ein oder anderen versteckten Hinweis kennt, den wird es auch nicht wundern, dass das Federvieh zuvor in gerupfter Form noch einige Tage in Rotwein planschen durfte und die Soße auch zu einem großen Teil aus diesem wunderbarsten Gesöff auf Basis vergorener Trauben bestand.

Um meine Geschmacksknospen schon langsam auf das lukullische Freudenfest einzustimmen und auch als eine Maßnahme zur Qualitätssicherung, wurde natürlich konstant die Güte des Weines in Form eines Verköstigungsglases kontrolliert, wenn es wieder an der Zeit war, den Braten im Ofen damit einzupinseln. Zwar mag diese Maßnahme bei den qualitativ hochwertigen Weinen meiner Sammlung pedantisch wirken, aber was die Qualität meines Essens und Trinkens angeht, gehe ich kein Risiko ein.

Derart sorgfältig präpariert rutschen also die ersten Bissen an meinem Gaumen vorbei und jeder, aber wirklich jeder, der die Chance gehabt hätte, wäre vor Verzückung vor Freude vom Stuhl gehüpft, wenn er dieses Meisterwerk der Kochkunst gekostet hätte. Jedoch hatte ich sowohl das Dienst- als auch mein Privathandy ausgeschaltet, um nichtzuletzt auch dies zu vermeiden und wirklich meine Ruhe zu haben.

Umso perplexer war ich, als ungefähr zur Halbzeit des ersten Tellers das Klingeln eines Telefons, genauer meines Festnetztelefons mich aus den Gefilden der kulinarischen Glückseligkeit riss. Die Perplexität wurde noch durch den Umstand gesteigert, dass meine Festnetznummer ungefähr einem Staatsgeheimnis gleichkommt. Außer der NSA, meinen Anwälten und einer nichtmal handvoll Personen, kannte niemand diese Nummer. Weder Familie, noch Ex-Freundinnen, noch die GEZ oder das Finanzamt. Und da zu dieser Zeit die ganzen Werbeanrufer nur mit unterdrückter Nummer daher kamen und ich unterdrückte Rufnummern auf “Frank geht ran” umgeleitet hatte, konnte es nur die NSA, meine Anwälte oder einer der nichtmal handvollen Anzahl von Personen sein, die diese Nummer kannten – oder jemand, der sich verwählt hatte.

Schweren Herzens also löste ich mich von diesem Wunderwerk eines Weihnachtsbratens und suchte das verfluchte Handteil meines Telefons, das sich kunstvoll unter einem Stapel gelesener iX-Magazine im Arbeitszimmer vor mir zu verstecken suchte. Als ich die Anruferkennung im Display sah, traute ich meinen Augen nicht. Was wollte Der Häuptling denn ausgerechnet an Heilig Abend von mir? Wir hatten seit Jahr und Tag ausgemacht, dass wir bis zur großen Silvester-Sause, die wir traditionell gemeinsam feierten, unsere Leberwerte nicht gemeinsam in die Höhe trieben. Oder mit anderen Worten: Er muss Die Schamanin und seine Stiefkinder bespaßen und ich bin froh, nicht noch mitten in dem familiären Spektakel involviert zu sein, da ich ansonsten da nicht drum herum komme. Außerdem hatte er nur diese Nummer, damit er mich im allerhöchsten Notfall, wie einer Scheidung, Kautitionshilfe oder eines spontanen Alibis erreichen konnte. Ansonsten versuchte er es stets nur auf dem Privathandy.

Du weißt schon, dass du mich gerade vom besten Gänsebraten aller Zeiten abhältst? Gab’s Streit und du brauchst jetzt Asyl?

Mit diesen Worten grüßte ich meinen Freund und Brötchensponsor, gespannt darauf, was das Anliegen dieses hochwichtigen Anrufs war:

Maski, es tut mir schrecklich Leid dich heute stören zu müssen. Aber ich bekam eben einen Notruf von $GrößterDeutscherIndustriekunde. Bei denen ist der GAU nahe, die Produktion an allen Standorten steht bald, weil keine Aufträge mehr aus Brötchenbringer kommen. Zum Glück haben die aufgrund von Weihnachten eine reduzierte Produktion, aber wenn das nicht am 27. läuft, dann ist die Kacke am Dampfen. Die Bereitschaft, die mich alarmiert hat, kommt aber nicht per Fernwartung drauf und müsste vor Ort fahren. Und da wäre es mir ganz lieb, wenn du das übernehmen könntest. Das muss unbedingt bis zum 27. wieder laufen, ansonsten werden die den Vertrag nicht verlängern und wir verlieren gut 30% Umsatz. Wenn es also nicht wirklich so wichtig wäre, würde ich dich nicht nerven.

Ich schluckte. Das war wirklich der größte anzunehmende Unfall, der sich ereignen konnte. Was nützte es, wenn wir uns auf die SLAs im Vertrag beriefen, wenn der Kunde danach den Vertrag nicht verlängerte. Vor allem, wenn es so ein Brocken wie dieser Kunde war. Der Häuptling deutete meine kurze Pause, die ich brauchte, um durch den leicht weingeschwängerten Nebel in meinem Hirn die Zusammenhänge zu erfassen, falsch:

Du weißt genau, dass ich mich dafür revanchieren werde. Von mir aus bekommst du jeden Cent, den wir denen dafür in Rechnung stellen, plus eine Woche Urlaub extra. Aber Hauptsache du kümmerst dich drum!

Nene, du verstehst mich gerade falsch. Ich hab schon den ein oder anderen Schluck Wein intus und bin definitiv nicht mehr fahrtüchtig.

Kein Thema, dann hol ich dich ab und fahr dich hin und auch wieder zurück oder such dir währenddessen ein Hotel vor Ort, wenn es länger dauert. Hauptsache wir bekommen die Kuh rechtzeitig vom Eis.

Okay. Aber lass dir Zeit, denn vorher esse ich noch in Ruhe fertig! Soviel Zeit muss sein.

Ja, auf paar Minuten kommt es nicht mehr an. Danke Maski, danke! Bis gleich.

Ich schlurfte zurück in die Küche und machte mich über die Reste auf meinem Teller her und hatte sogar noch Zeit, einen zweiten großen Nachschlag und zwei Gläser Wein zu vernichten, ehe es an meiner Tür klingelte und Der Häuptling mich unrasiert und unfrisiert – damals hatte ich sogar noch Haare – einsammeln wollte. Eine kurze Katzenwäsche und einen Kleiderwechsel in nicht mehr ganz so gemütliche Alltagsklamotten – meine ausgeleierten Jogginghosen und das fleckige Wacken-T-Shirt wollte ich dann doch nicht unbedingt beim Kunden tragen – später, schnappte ich meinen Laptoprucksack mit dem Dienstlaptop und sonstigen beruflichen Kram drinne und saß wenige Momente später neben dem Häuptling auf dem Beifahrersitz.

“Daran erkennt man die wirklich wichtigen Personen im Unternehmen”, scherzte ich, “wenn der Chef einen höchstselbst zum Kunden chauffiert.” Die nicht jugendfreie Antwort, die sinngemäß lautete, dass er sich selber auf den Arm nehmen könnte und heute auch besseres zu tun wüsste, möchte ich an dieser Stelle dennoch nicht wortgetreu wiedergeben. Mein freches, überlegenes Grinsen die ganze Zeit, könnt ihr euch auch so vorstellen.

Während der dreistündigen Fahrt zum zentralen Rechenzentrum des Unternehmens nüchterte ich dann auch langsam wieder aus und ärgerte meinen Häuptling so gut es eben ging. Und es ging unglaublich gut.

Der Nachtpförtner war bereits instruiert und so ging es schnell – mit Parkplatz direkt vorm Eingang – ins IT-Gebäude zum Ort des Geschehens. Der zuständige IT’ler vor Ort stellte sich als Arbeitskraft von einem bekannten Outsourcing-Dienstleister vor, während ich meinen Häuptling als meinen Fahrer vorstellte. Erst bei der Rückfrage durch den IT-Schergen, wer er nun genau sei, erweiterte Der Häuptling mit amüsierten Grinsen, da er mir den Spaß und auch die Verwirrung des Gegenübers gönnte, dass er der geschäftsführende Gesellschafter von Brötchensponsor sei. Der Scherge schaute wie ein nacktes Eichhörnchen mit buschigem Schwanz auf Speed, als er dies hörte und führte uns irritiert ins Büro, wo er mit den anderen Vasallen des bekannten Dienstleisters die Hoheit über die IT unseres Kunden hatte.

Der Rest war ziemlich unspektakulär. Aufgrund eines Hardwarefehlers war eine Datenbank für Brötchenbringer ausgefallen, weswegen keine neuen Aufträge aus dem System generiert wurden. Dies konnten die unterbezahlten und überforderten Handlanger des Dienstleisters nicht erkennen. Immerhin waren sie in der Lage das betroffene Blech auszutauschen und ich hatte innerhalb kürzester Zeit die Datenbank aus der letzten Sicherung wiederhergestellt und mit ein paar Hangriffen und in Brötchenbringer integrierten Mechanismen auf den Stand zum Moment des Absturzes zurückgebracht.

So schlürften Der Häuptling und ich am frühen Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages zu unserem Gefährt und steuerten das nächstgelegene Gasthaus König, Mitglied der bekannten und bundesweit vertretenen amerikanischen Feinkostkette an. Während Der Häuptling sich einen Kaffee einwarf, gönnte ich mir zum Frühstück einen Doppelwhopper und einen Big King XXL, denn die Arbeit macht bekanntlich hungrig. Im Auto überschlug mein Häuptling schon grob, wieviel der Einsatz nun kosten würde und ich bekam Tränen in den Augen, nachdem ich mir grob ausgerechnet hatte, wieviel davon nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bei mir ankommen würde. Nichtsdestotrotz würde ich mir später von dem Betrag einen feinen, mehrwöchigen Urlaub in der Karibik gönnen können.

Und die Moral von der Geschicht: Beschäftige schlechtbezahlte IT-Dienstleister nicht.

Ohne die unfähigen Knechte des Outsourcing-Dienstleisters hätte das ursächliche Problem problemlos von der hausinternen IT gelöst werden können. Mit diesem Gedanken schlummerte ich auf dem Beifahrersitz ein, während Der Häuptling sanft dem Sonnenaufgang Richtung Heimat entgegen ritt.

Schon mal schöne Feiertage!

Veröffentlicht: Freitag, 20.12.2013 in Dies, das und jenes

Ich werf jetzt gleich im Wigwam die Griffel hin und werde mit meinen Schergen beim Rinderherdenverwerter einkehren und aufs gelungene Jahr meiner Abteilung anstoßen – und dann das Fass aufmachen, dass es dieses Jahr einen fetten Bonus für alle gibt.

Wünsche euch allen schöne Feiertage, gutes Essen, gute Getränke und vor allem: Kein Stress!

Denkt dran, dass ich am 24. ein Geschenk für euch habe und dass ihr mir Fotos in den Kommentaren drunter von eurem Weihnachtsessen hinterlasst.

Bis dann
Euer Maskierter

Schon mal im Terminkalender vormerken

Veröffentlicht: Dienstag, 03.12.2013 in Dies, das und jenes

Liebe Leser,

falls nicht sowieso bereits besonders hervorgehoben, solltet ihr den 24. Dezember im Kalender anstreichen. Denn ich sitze gerade an der zweiten Hälfte der diesjährigen Weihnachtsgeschichte, die auch passend an Heilig Abend stattfand und daher an selbigem veröffentlicht wird.

Und ich habe einen ganz großen Wunsch an euch: Ich wünsche mir viele Kommentare mit Fotos von eurem diesjährigen Heilig-Abend-Mahl unter dem Artikel. Bitte nur im Blog und nicht bei Facebook, damit alle was davon haben. Das Maskenbuch-Widget gibt das leider nicht her und viele wollen nicht extra die Maskenbuch-Seite ansurfen.

Ich freu mich schon,
Euer Maskierter

Alle guten Dinge sind drei…

Veröffentlicht: Freitag, 15.11.2013 in Dies, das und jenes

…denn am Sonntag wird das Blog drei Jahre alt.

Diesmal gibt es keine Statistik, da dank meiner geringen Aktivität die Zahlen so traurig aussehen. Und trauern wollen wir nicht, sondern feiern. So werde ich am Sonntag mit Wein, Rind und Gesang auf das Blog anstoßen und mir einen vergnüglichen Tag machen. Seid ihr dabei?

Grüße
Euer Maskierter