Soundtrack des Tages 14. August 2014

Veröffentlicht: Donnerstag, 14.08.2014 in Kunden

Aus aktuellem Anlass ein expliziter Hinweis auf diesen Soundtrack des Tages.

Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr. – Römer 12, 19

Übrigens hat mich die neue, bereits von “The Agonist” bekannte Sängerin Alissa White-Gluz, voll und ganz live auf einem Festival überzeugt! Würdige Nachfolgerin von Angela Gossow.

Soundtrack des Tages

…Donnerstag, 14. August 2014:


Arch Enemy – Avalanche

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Schnellstmöglicher Rückruf

Veröffentlicht: Freitag, 08.08.2014 in Kunden

Es war einer dieser wunderschönen Tage, an denen ich mir wünschte, der Herr würde Hirn in Dosen auf meine Kunden werfen, damit es schön weh tut. Die Kunden strapazierten meine Nerven derart, dass sogar die Peristaltik meines Darms sich derart echauffierte, dass ich nicht umhin kam, ein spontanes, dafür umso wichtigeres Kachelmeeting einzuberufen.

So saß ich da, auf dem Thron der Thröne und genoss die herrliche Ruhe und das sanfte Tropfen des seit Wochen defekten Wasserhahns. Eine rein zufällig von mir auf dem Weg zur Toilette entdeckte und konfiszierte Tageszeitung half mir dann noch, mich auf den aktuellen Stand der Dinge des Morgens in Sachen Wirtschaft, Politik und Regionales zu bringen.

Währenddessen an einem anderen, nicht weit entfernten Ort:

Brötchensponsor, Sie sprechen mit Frau Feger. Ich wünsche Ihnen einen guten Tag.

Erzklap-Penabriss hier. Ich muss dringend mit Ihrem Support wegen Brötchenbringer reden.

Gerne Herr Erzklap-Penabriss. Ich sehe aber gerade, dass der Kollege Maskierte leider gerade nicht am Platz ist. Kann ich ihm etwas ausrichten? Er meldet sich dann schnellstmöglich bei Ihnen.

Das ist eine Frechheit, ich bin ein wichtiger Kunde! Ich wünsche umgehend zu einem Supporter durchgestellt und nicht vertröstet zu werden!

Herr Erzklap-Penabriss, ich würde Sie liebend gerne zu einem Supporter durchstellen. Leider ist derzeit nur der Herr Maskierte im Dienst und dieser ist gerade nicht am Platz. Ich kann ihm jedoch bestellen, dass er sich dringend bei Ihnen melden möge.

Unglaublich, ich hab Reaktionszeit! So eine Frechheit! Dafür zahl ich gutes Geld! Der soll sich pronto bei mir melden!

Sprach’s und legte auf.

Kehren wir zurück an einen nahen Ort, der mit unglaublich vielen Kacheln an der Wand gesegnet ist:

Als ich mein wichtiges Meeting um ungefähr 3 kg leichter verließ, ging ich mit einem sonnigen Lächeln auf den Lippen zur besten Sabine Feger, die man sich wünschen kann. Mit einem ebenso sonningen Lächeln begrüßte mich Besagte, bevor Sie mir das Ungemach schilderte, das ihr der Kunde bereitet hatte. Süffisant ergänzte sie, dass der Kunde nur einen Standardsupportvertrag abgeschlossen hatte, in dem die versprochene Reaktionszeit besagte, dass sich innerhalb des nächsten Jahrhunderts ein Supporter bei ihm meldet, so denn sich einer aus seinem Tiefschlaf wecken und zum Arbeiten motivieren lässt. Beworben wird das Paket jedoch aus Marketinggründen, dass die durchschnittliche Reaktionszeit 24 Stunden an Werktagen nicht überschreitet.

Um jedoch meine liebe Kollegin von weiteren erbosten Anrufen des Herrn Erzklap-Penabriss zu verschonen, rief ich umgehend zurück.

Schulze.

Guten Tag, mein Name ist Der Maskierte von der Firma Brötchensponsor. Herr Erzklap-Penabriss benötigt technische Unterstützung zu unserem Produkt Brötchenbringer.

Ach ja, ich weiß Bescheid. Der Kollege hat gerade keine Zeit für Sie, könnten Sie vielleicht gegen Ende nächster Woche nochmal anrufen?

Err, ja, klar. Kann ich machen.

Jo, danke, schönen Tag noch.

Und er legte auf, ohne meine Höflichkeitsfloskel abzuwarten, während mein Schädel hart auf dem Tisch aufschlug und ich mir wünschte, der Herr würde einen Amboss vom Himmel werfen, nur einen einzigen. Den aber gut gezielt.

Vielen Dank!

Veröffentlicht: Freitag, 01.08.2014 in Dies, das und jenes

An alle Leser, die mir auf den unterschiedlichsten Wegen gestern zu meinem neuen Kilometerhöchststand auf der Lebensuhr gratuliert haben. Ich bekomme gerade wieder halbwegs die Augen auf. ;)

Euer
“Noch ‘n Jahr mehr” Maskierter

Fast wie Weihnachten…

Veröffentlicht: Montag, 26.05.2014 in Erlebnisse

…ist es, wenn man nach über einem Jahr konstanten Nachfragen beim ausländischen Hersteller einer Software, eine PDF erhält, in der all die gewünschten Informationen übersichtlich enthalten sind.

Ja, der olle Maskenträger lebt noch

Veröffentlicht: Samstag, 10.05.2014 in Dies, das und jenes

Liebe Leser,

ich weiß, ich mache mich extrem rar in letzter Zeit. Hintergrund ist, dass mein Leben sich im vergangenen Jahr wieder massiv gewandelt hat. Meine Überstunden halten sich inzwischen zwar in Grenzen, aber im Grunde bin ich froh, wenn ich vor dem frühen (!) zu Bett gehen noch ein oder zwei Folgen einer guten Serie geschaut bekomme. Eine Änderung dieses Zustands ist die nächsten Monate auch nicht in Sicht.

Trotzdem werde ich sporadisch noch bloggen, aber mit einer schönen Regelmäßigkeit ist es definitiv erstmal vorbei, auch wenn da noch ein Haufen Entwürfe auf ihre Finalisierung warten.

Bis dahin
Euer Maskierter

Korrekte Antwort

Veröffentlicht: Donnerstag, 27.02.2014 in Kunden

Vor langer Zeit, als meine Maske quasi noch knitterfrei und unbenutzt jeden Morgen in das geheiligte Wigwam des Häuptlings einkehrte und ich beinahe erfuhrchtsvoll erstarrte, rief ein Kunde nach meiner Kompetenz. In einem großen Rechenzentrum eines Dienstleister sollte eine neue Internet-Inhaltefilterung installiert werden, damit die Mitarbeiter der Kunden des Dienstleisters weniger Zeit mit Youtube und Konsorten und mehr Zeit mit arbeitsrelevanten Themen verbrachten.

So fuhr ich beschwingten Reifens auf den Parkplatz und fand mich wenige Minuten später in einem Tempel des absoluten Nerdtums wieder. Meine Erinnerung verweigert die genaue Rekonstruktion der Räumlichkeiten, weil hier wirklich jedes noch so winzige Klischee erfüllt war. Meine Ansprechpartner waren ebenfalls die Prototypen eines Nerds und so verwundert es niemanden, dass ich mich auf Anhieb wohl und geborgen fühlte.

Sehr schnell kamen wir dann auch zur Sache. Die von mir mitgebrachten Appliances waren im Nu eingebaut und dann ging es drum, die ersten, neuen Basisregeln zu erzeugen. Während ein Kaffee, der einen Toten wieder zum Leben erweckt hätte – und mir wohliges Kammernflimmern bescherte, meinen Kreislauf kitzelte und eine Flasche Club Mate mir ebenfalls gereicht wurde, erklärte ich die Vorzüge der neuen Gerätschaft:

Mit dem Internet Cleaner 2000 könnt Ihr jetzt auch gezielt Flash blocken und damit z.B. Youporn den Saft abdrehen. Youporn basiert doch auf Flash?

Der von mir Angesprochene, der auch zeitgleich der Obernerd Abteilungsleiter war, hielt einen kurzen Moment inne, bevor er mir antwortete:

Die korrekte Antwort sollte jetzt wohl lauten: Ich weiß es nicht!

In diesem Moment brach ich lachend zusammen.

Heiliger GAU-Abend

Veröffentlicht: Dienstag, 24.12.2013 in Kollegen, Kunden

Ich hasse Weihnachten. War Weihnachten in meiner Kindheit die zweite schöne Zeit im Jahr, in der es hieß, groß Geschenke abzugreifen, ist es inzwischen nur noch ein weiteres Kommerzfest mit einer Menge geheuchelter Liebe da draußen. Wenn ich nur an die Leute denke, die zu Weihnachten fleißig spenden, um ihr Gewissen zu beruhigen; aber ich schweife ab.

Eines hat mir an Weihnachten, ganz unabhängig von den Geschenken, aber immer gefallen: Das gute Essen! Zum heiligen Abend wurde immer ein Braten aufgefahren, der gefühlt zwei Wochen Zubereitungszeit benötigt hatte, dafür aber noch Monate danach ein seliges Grinsen ins Gesicht und ein lautes Grummeln im Magen bescherte.

Diese Tradition führe ich seither fort. Während landauf und landab Weihnachten die Zeit des Konsumterrorismus ist, wird bei mir die Zeit des großen Fressens zelebriert. Ja, richtig, Fressen. Denn mit Essen hat die Vernichtung von Nahrungsmitteln in dieser Größenordnung nichts mehr zu tun.

So geschah es, dass pünktlich am 24. um ca. 18 Uhr vor meiner unmaskierten Nase der größte und leckerste gefüllte Gänsebraten seit Einrichtung der Gänsemast stand. Dieser würde mir die kommenden Tage ein seliges Fresskoma und 5 weitere Kilo zwischen Gürtelgrenze und Brustwarzen bescheren. Dazu ein Berg selbstgemachter Semmelknödel und zwei Schubkarren voller Rotkohl mit Speck. Wer meine kulinarischen Präferenzen durch den ein oder anderen versteckten Hinweis kennt, den wird es auch nicht wundern, dass das Federvieh zuvor in gerupfter Form noch einige Tage in Rotwein planschen durfte und die Soße auch zu einem großen Teil aus diesem wunderbarsten Gesöff auf Basis vergorener Trauben bestand.

Um meine Geschmacksknospen schon langsam auf das lukullische Freudenfest einzustimmen und auch als eine Maßnahme zur Qualitätssicherung, wurde natürlich konstant die Güte des Weines in Form eines Verköstigungsglases kontrolliert, wenn es wieder an der Zeit war, den Braten im Ofen damit einzupinseln. Zwar mag diese Maßnahme bei den qualitativ hochwertigen Weinen meiner Sammlung pedantisch wirken, aber was die Qualität meines Essens und Trinkens angeht, gehe ich kein Risiko ein.

Derart sorgfältig präpariert rutschen also die ersten Bissen an meinem Gaumen vorbei und jeder, aber wirklich jeder, der die Chance gehabt hätte, wäre vor Verzückung vor Freude vom Stuhl gehüpft, wenn er dieses Meisterwerk der Kochkunst gekostet hätte. Jedoch hatte ich sowohl das Dienst- als auch mein Privathandy ausgeschaltet, um nichtzuletzt auch dies zu vermeiden und wirklich meine Ruhe zu haben.

Umso perplexer war ich, als ungefähr zur Halbzeit des ersten Tellers das Klingeln eines Telefons, genauer meines Festnetztelefons mich aus den Gefilden der kulinarischen Glückseligkeit riss. Die Perplexität wurde noch durch den Umstand gesteigert, dass meine Festnetznummer ungefähr einem Staatsgeheimnis gleichkommt. Außer der NSA, meinen Anwälten und einer nichtmal handvoll Personen, kannte niemand diese Nummer. Weder Familie, noch Ex-Freundinnen, noch die GEZ oder das Finanzamt. Und da zu dieser Zeit die ganzen Werbeanrufer nur mit unterdrückter Nummer daher kamen und ich unterdrückte Rufnummern auf “Frank geht ran” umgeleitet hatte, konnte es nur die NSA, meine Anwälte oder einer der nichtmal handvollen Anzahl von Personen sein, die diese Nummer kannten – oder jemand, der sich verwählt hatte.

Schweren Herzens also löste ich mich von diesem Wunderwerk eines Weihnachtsbratens und suchte das verfluchte Handteil meines Telefons, das sich kunstvoll unter einem Stapel gelesener iX-Magazine im Arbeitszimmer vor mir zu verstecken suchte. Als ich die Anruferkennung im Display sah, traute ich meinen Augen nicht. Was wollte Der Häuptling denn ausgerechnet an Heilig Abend von mir? Wir hatten seit Jahr und Tag ausgemacht, dass wir bis zur großen Silvester-Sause, die wir traditionell gemeinsam feierten, unsere Leberwerte nicht gemeinsam in die Höhe trieben. Oder mit anderen Worten: Er muss Die Schamanin und seine Stiefkinder bespaßen und ich bin froh, nicht noch mitten in dem familiären Spektakel involviert zu sein, da ich ansonsten da nicht drum herum komme. Außerdem hatte er nur diese Nummer, damit er mich im allerhöchsten Notfall, wie einer Scheidung, Kautionshilfe oder eines spontanen Alibis erreichen konnte. Ansonsten versuchte er es stets nur auf dem Privathandy.

Du weißt schon, dass du mich gerade vom besten Gänsebraten aller Zeiten abhältst? Gab’s Streit und du brauchst jetzt Asyl?

Mit diesen Worten grüßte ich meinen Freund und Brötchensponsor, gespannt darauf, was das Anliegen dieses hochwichtigen Anrufs war:

Maski, es tut mir schrecklich Leid dich heute stören zu müssen. Aber ich bekam eben einen Notruf von $GrößterDeutscherIndustriekunde. Bei denen ist der GAU nahe, die Produktion an allen Standorten steht bald, weil keine Aufträge mehr aus Brötchenbringer kommen. Zum Glück haben die aufgrund von Weihnachten eine reduzierte Produktion, aber wenn das nicht am 27. läuft, dann ist die Kacke am Dampfen. Die Bereitschaft, die mich alarmiert hat, kommt aber nicht per Fernwartung drauf und müsste vor Ort fahren. Und da wäre es mir ganz lieb, wenn du das übernehmen könntest. Das muss unbedingt bis zum 27. wieder laufen, ansonsten werden die den Vertrag nicht verlängern und wir verlieren gut 30% Umsatz. Wenn es also nicht wirklich so wichtig wäre, würde ich dich nicht nerven.

Ich schluckte. Das war wirklich der größte anzunehmende Unfall, der sich ereignen konnte. Was nützte es, wenn wir uns auf die SLAs im Vertrag beriefen, wenn der Kunde danach den Vertrag nicht verlängerte. Vor allem, wenn es so ein Brocken wie dieser Kunde war. Der Häuptling deutete meine kurze Pause, die ich brauchte, um durch den leicht weingeschwängerten Nebel in meinem Hirn die Zusammenhänge zu erfassen, falsch:

Du weißt genau, dass ich mich dafür revanchieren werde. Von mir aus bekommst du jeden Cent, den wir denen dafür in Rechnung stellen, plus eine Woche Urlaub extra. Aber Hauptsache du kümmerst dich drum!

Nene, du verstehst mich gerade falsch. Ich hab schon den ein oder anderen Schluck Wein intus und bin definitiv nicht mehr fahrtüchtig.

Kein Thema, dann hol ich dich ab und fahr dich hin und auch wieder zurück oder such dir währenddessen ein Hotel vor Ort, wenn es länger dauert. Hauptsache wir bekommen die Kuh rechtzeitig vom Eis.

Okay. Aber lass dir Zeit, denn vorher esse ich noch in Ruhe fertig! Soviel Zeit muss sein.

Ja, auf paar Minuten kommt es nicht mehr an. Danke Maski, danke! Bis gleich.

Ich schlurfte zurück in die Küche und machte mich über die Reste auf meinem Teller her und hatte sogar noch Zeit, einen zweiten großen Nachschlag und zwei Gläser Wein zu vernichten, ehe es an meiner Tür klingelte und Der Häuptling mich unrasiert und unfrisiert – damals hatte ich sogar noch Haare – einsammeln wollte. Eine kurze Katzenwäsche und einen Kleiderwechsel in nicht mehr ganz so gemütliche Alltagsklamotten – meine ausgeleierten Jogginghosen und das fleckige Wacken-T-Shirt wollte ich dann doch nicht unbedingt beim Kunden tragen – später, schnappte ich meinen Laptoprucksack mit dem Dienstlaptop und sonstigen beruflichen Kram drinne und saß wenige Momente später neben dem Häuptling auf dem Beifahrersitz.

“Daran erkennt man die wirklich wichtigen Personen im Unternehmen”, scherzte ich, “wenn der Chef einen höchstselbst zum Kunden chauffiert.” Die nicht jugendfreie Antwort, die sinngemäß lautete, dass er sich selber auf den Arm nehmen könnte und heute auch besseres zu tun wüsste, möchte ich an dieser Stelle dennoch nicht wortgetreu wiedergeben. Mein freches, überlegenes Grinsen die ganze Zeit, könnt ihr euch auch so vorstellen.

Während der dreistündigen Fahrt zum zentralen Rechenzentrum des Unternehmens nüchterte ich dann auch langsam wieder aus und ärgerte meinen Häuptling so gut es eben ging. Und es ging unglaublich gut.

Der Nachtpförtner war bereits instruiert und so ging es schnell – mit Parkplatz direkt vorm Eingang – ins IT-Gebäude zum Ort des Geschehens. Der zuständige IT’ler vor Ort stellte sich als Arbeitskraft von einem bekannten Outsourcing-Dienstleister vor, während ich meinen Häuptling als meinen Fahrer vorstellte. Erst bei der Rückfrage durch den IT-Schergen, wer er nun genau sei, erweiterte Der Häuptling mit amüsierten Grinsen, da er mir den Spaß und auch die Verwirrung des Gegenübers gönnte, dass er der geschäftsführende Gesellschafter von Brötchensponsor sei. Der Scherge schaute wie ein nacktes Eichhörnchen mit buschigem Schwanz auf Speed, als er dies hörte und führte uns irritiert ins Büro, wo er mit den anderen Vasallen des bekannten Dienstleisters die Hoheit über die IT unseres Kunden hatte.

Der Rest war ziemlich unspektakulär. Aufgrund eines Hardwarefehlers war eine Datenbank für Brötchenbringer ausgefallen, weswegen keine neuen Aufträge aus dem System generiert wurden. Dies konnten die unterbezahlten und überforderten Handlanger des Dienstleisters nicht erkennen. Immerhin waren sie in der Lage das betroffene Blech auszutauschen und ich hatte innerhalb kürzester Zeit die Datenbank aus der letzten Sicherung wiederhergestellt und mit ein paar Hangriffen und in Brötchenbringer integrierten Mechanismen auf den Stand zum Moment des Absturzes zurückgebracht.

So schlürften Der Häuptling und ich am frühen Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages zu unserem Gefährt und steuerten das nächstgelegene Gasthaus König, Mitglied der bekannten und bundesweit vertretenen amerikanischen Feinkostkette an. Während Der Häuptling sich einen Kaffee einwarf, gönnte ich mir zum Frühstück einen Doppelwhopper und einen Big King XXL, denn die Arbeit macht bekanntlich hungrig. Im Auto überschlug mein Häuptling schon grob, wieviel der Einsatz nun kosten würde und ich bekam Tränen in den Augen, nachdem ich mir grob ausgerechnet hatte, wieviel davon nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bei mir ankommen würde. Nichtsdestotrotz würde ich mir später von dem Betrag einen feinen, mehrwöchigen Urlaub in der Karibik gönnen können.

Und die Moral von der Geschicht: Beschäftige schlechtbezahlte IT-Dienstleister nicht.

Ohne die unfähigen Knechte des Outsourcing-Dienstleisters hätte das ursächliche Problem problemlos von der hausinternen IT gelöst werden können. Mit diesem Gedanken schlummerte ich auf dem Beifahrersitz ein, während Der Häuptling sanft dem Sonnenaufgang Richtung Heimat entgegen ritt.